@2017 wandelwagen.

The Story of  the Wandelwagen

A House transforming energy and water

We are intending to build the house in a way that it can transform a) sunlight into electricity and b) rain and grey water into drinking water, regardless of where the house is located at a given time. That way, the house could be considered self-sufficient in relation to its water and energy supply.

 

For the energy, we are intending to generate electricity via two to three monocristalline solar panels and store it in solar batteries (ideally lithium-ion batteries). In order to be able to use as much of the incoming electricity as possible, we will be trying to avoid transforming the incoming 12 V DC to 230 V AC and instead run as many of our devices as possible with 12 V. At the same time, of course, trying to be self-sufficient in energy is all about reflecting about the amount of energy that we truly need in order to live a genuinely happy life.

 

In terms of the water, we have designed a water system that can be fed by any fresh water (such as water from a lake or the rain). Once fed, the water cycle is closed: Any waste water from the bathroom and the kitchen is purified straight away and hence remains in the water cycle to be reused immediately after, even as drinking water.


We are really enthusiastic about this idea of an energy and water autonomous house, and thus have baptised the house ‘Wandelwagen’: In German, “wandeln” means strolling or sauntering, hinting at the house’s mobility; “wandeln” can also be translated as transforming and hence refers to the house’s ability to transform sunlight into electricity and grey water into drinking water.

With “Wagen” referring to a waggon, the term “Wandelwagen” thus describes a strolling waggon (or house). 

But these two words together also come to mean “to dare (wagen) the change (Wandel)”, such as the change towards renewable energies.

We are excited imagining how the Wandelwagen would allow us to experiment with a way of living that is shaped by a decentralised energy supply relying to a 100 % on renewable energy sources; an energy supply which is inevitably subject to fluctuations. We are also thrilled to see how it feels to generate our drinking water directly from rain and grey water, and what we can learn from this immediate purification process which is in such great contrast to the usual purification process with its long, hidden pipes and its distant and thus out-of-sight treatment measures.

At the same time, the Wandelwagen tempts us because it would generously supply us with electricity and water and therefore allow us to dwell in beautiful, remote spots in nature.

(Wer sich weitergehend für die Idee kleiner Häuschen auf Rädern interessiert, kann im Internet viel unter dem Begriff “Tiny House” darüber finden — ein Begriff, der in den USA geprägt wurde, der aber auch immer mehr im europäischen Raum Einzug findet.)

Das Wandeln von Energie und Wasser

Unser Häuschen ist jedoch nicht nur darum ein 'Wandelwagen', weil es durch die Lande wandeln kann, sondern auch, weil geplant ist, dass es an jedem Ort Sonnenlicht in Strom und verschmutztes Süßwasser in Trinkwasser umwandeln kann. Dadurch soll das Häuschen möglichst energie- und wasserautark werden.

Was die Energie angeht, so möchten wir über zwei bis drei monokristalline Solarmodule Strom gewinnen, und diesen über Batterie(n) speichern, sodass wir auch dann Strom zur Verfügung haben, wenn die Sonne nicht scheint. Um einen möglichst großen Teil des Sonnenstroms zu nutzen, werden wir weitestgehend darauf verzichten, den solaren Strom, der als 12 V Gleichstrom aus der Solaranlage kommt, verlustreich in 230 V Wechselstrom umzuwandeln, und also so viele Geräte wie möglich mit 12 V betreiben.

Was das Wasser betrifft, so soll der Wasserkreislauf einerseits   von   frei   verfügbarem   Süßwasser   (wie

Regen- oder Seewasser) gespeist werden und andererseits —ähnlich der Idee der Showerloop/ Endlosdusche— möglichst geschlossen sein; d.h. dass das Abwasser aus Bad und Küche direkt wieder aufbereitet und weiterverwendet werden kann, und zwar dank eines speziellen Filtersystems auch als Trinkwasser.

Diese Idee reizt uns nicht nur, weil wir dann stets mit Strom und Wasser grundversorgt sind und uns längere Zeit an schönen, abgelegenen Orten aufhalten können. Wir finden es auch deshalb spannend, weil wir so damit herumexperimentieren können, wie es sich mit einer ausschließlichen und extrem dezentralen Versorgung durch erneuerbare Energien lebt. Und wie es sich anfühlt und was wir davon lernen können, wenn wir unser Trinkwasser unmittelbar aus Ab- und Regenwasser gewinnen, anstatt es durch den langen Weg der öffentlichen Trinkwasseraufbereitung zu schicken.

Ein wandelbares Haus

Ein weiterer Aspekt der Wandelwagen-Idee besteht darin, das Häuschen in Anlehnung an die Cradle to Cradle-Philosophie weitestgehend so zu bauen, dass seine Bestandteile eines Tages teils einfach verrotten und sich —im biologischen Kreislauf— wieder in Nährstoffe verwandeln, teils in einem technischen Kreislauf weiterhin von Nutzen sein können.

Den Wandel wagen!

Zu guter Letzt möchten wir mit dem Wandelwagen andere dazu ermutigen, ebenfalls den Wandel zu wagen — konkret den Wandel zu erneuerbaren Energien und zu einem bewussteren Umgang mit Wasser, jedoch auch ganz allgemein zu einem ökologisch und sozial verantwortungsvolleren Lebensstil.